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Podiumsveranstaltung: 50 Jahre Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter (30.11.2011)

Wenige Wochen nach dem Bau der Mauer wurde im November 1961 im niedersächsischen Salzgitter die zentrale Justiz-Erfassungsstelle der Länder gegründet. Sie sollte die Gewalttaten des DDR-Regimes an der innerdeutschen Grenze und in den DDR-Haftanstalten erfassen, um die Straftaten eines Tages auch juristisch ahnden zu können und die verantwortlichen Täter vor Gericht zu stellen. Bis zum Fall der Mauer 1989 wurden rund 42.000 Vorfälle erfasst. Auch wenn nur sehr wenige Vorfälle am Ende zu einer Anklage vor Gericht führten, steht die historische, politische und rechtsgeschichtliche Bedeutung der Erfassungsstelle außer Frage. Sie dokumentierte das DDR-Unrecht und trug auf diese Weise zur Überwindung des Unrechtstaates bei.In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Robert-Havemann-Gesellschaft will die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund dieser Wirkungsgeschichte der Erfassungsstelle nachgehen.

Programm

Begrüßung:

Dr. Martina Krogmann, Bevollmächtigte des Landes Niedersachsen beim Bund 
Dr. Olaf Weißbach, Geschäftsführer der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

Grußwort:

Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen

Podium: 

Dr. Claudia Fröhlich, Historikerin, forscht über die Erfassungsstelle
Hans-Jürgen Grasemann, Oberstaatsanwalt a. D., langjähriger Sprecher der Erfassungsstelle
Dr. Peter Przybylski, Jurist und als Fernsehjournalist Moderator  der in der DDR beliebten Sendung „Der Staatsanwalt hat das Wort“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen
Moderation: Dr. Ulrich Mählert, Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur